Brecht als Philosoph / Frank D. Wagner.
Språk: Tyska Utgivning: Würzburg : Königshausen & Neumann, [2021]Utgivningstid: ©2021Beskrivning: 341 sidor 24 cmInnehållstyp:- text
- unmediated
- volume
- 9783826074288
- 832.912 23/swe
- Gfz Brecht, Bertolt
| Item type | Current library | Call number | Status | Barcode | |
|---|---|---|---|---|---|
| Book | Musik- och teaterbiblioteket Magasin A | B33.729 | Available | 26201867284 |
Märchen für Dialektiker. Brechts und Benjamins Versuche über Kafka -- Brecht versus Kafka. Dialektik der Absenz -- Brecht als Philosoph -- Unheimliches Werk - Brecht zu Hegel -- Brechts Lektüre der Logik Hegels -- Herr-Knecht-Dialektik. Hegels Theorie und Brechts Praxis -- Brecht und Adorno. 'Flüchtlingsgespräche vs. Dialektik der Aufklärung -- Denkbild: Objektiver Wahnsinn. Adorno -- Denkbild: die Eule der Minerva -- Abschied von Brecht. Bronnens nationaler Weg durch Weimar -- Denkbild: Schicksal des menschen. Napoleon -- Denkbild: die totale Verblendung -- Aspekte. Benjamin und Hegel -- Die Ochsen des Pythagoras. Hegel, Autodafés, Brecht -- Tapferkeit. Brechts verwundeter Sokrates -- 'Der Herr der Fische'. Brechts chinesische Ballade -- Der Tod im Ätna. Hölderlins und Brechts Empedokles - Legende -- "Natura animi mortalis". Brechts antiker Todesbezug -- Der mediale Detektiv. Von Poes 'Rue Morgue' über Doyles 'Abenteuer des Sherlock Holmes' zu Brechts 'Javameier'.
"'Seine Philosophie und die Weise seines Philosophierens gehören zu seiner Lebensweise. Sein Leben und seine Philosophie sind aus einem Stücke; sein Philosophieren ist kein Zurückziehen aus dem Dasein und der Gegenwart in die freien, reinen Regionen des Gedankens.' So urteilt Hegel über Sokrates. Auf Brecht passt solche Anerkennung nicht weniger. Auch stimmt, dass Brechts Philosophie zu keinem System fortschreitet. Der Zusammenhang mit dem 'gewöhnlichen Leben' bleibt gewahrt. Doch alles mit großer Fernsicht: Laotse, Sokrates, Empedokles, Lukrez, Kant, Bacon Hegel, Marx, Nietzsche, Benjamin - Brecht studiert die Geschichte der Philosophie mit überraschendem Gewinn auch für eine finstere Gegenwart. 'Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres als das Wasser. / Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich.' Das findet Brecht bei Laotse und spinnt es weiter zu einer aktuellen Friedensphilosophie. Wer wen besiegt, das gehört zum gewöhnlichen Leben wie zum vorübergehenden Exil. Selbst ein so 'unheimliches Werk' wie Hegels Philosophie der Geschichte studiert Brecht mit Gewinn fürs Gegenwärtige, für die Verschränkung von Ökonomie und Politik. Die chinesische Weisheit vom Leiden der Brauchbarkeit aller Dinge scheint tauglich, Kafkas Paradoxa zu hinterfragen, ohne sich in einer Dialektik der Absenz zu verheddern. Dabei scheut Brecht nicht eigene Widersprüche. 'Zustände und Dinge, welche durch Denken nicht zu verändern sind (nicht von uns abhängen), können nicht gedacht werden.' Es entsteht eine Philosophie des eingreifenden Denkens. Eine Herr-Knecht-Dialektik liefert dafür das gedankliche Gerüst."--Baksidestext.